Antidepressiva – Rettung oder Fluch?

„Einsamkeit ist der Zustand eines Menschen, dem niemand helfen kann,“ hat einmal ein berühmter Schriftsteller gesagt. Aber Antidepressiva können zumindest die Symptome mildern.

Tatsächlich scheinen Menschen, die unter Depressionen leiden, wirklich fernab von jeglicher Teilnahme am Leben zu sein. Phasenweise können diese depressiven Schübe mehr oder weniger schlimm auftreten. Abgeschnitten von allem, kauern schwer depressive Menschen oftmals in sich selbst und finden keinen Weg mehr nach draußen. Ursachenforscher haben herausgefunden, dass ein zu geringer Serotoninspiegel im Gehirn für Schwermut und Lustlosigkeit verantwortlich ist. Diese Erkenntnisse dienen als Basis zur Entwicklung von Antidepressiva. Dennoch lässt sich eine Depression nicht einfach so nur als eine reine chemische Reaktion bezeichnen. Der Leidensweg vieler depressiver Menschen ist meistens lang und von Selbstentfremdung, Stress und dem verzweifelten Versuch, doch zu funktionieren geprägt.

Die Medizin kennt allerlei Symptome und hat dafür verschiedene Antidepressiva entwickelt. Wer unter Depressionen leidet und dagegen Antidepressiva nehmen möchte, der muss zuallererst einmal einen Arzt aufsuchen. Dieser versucht, die Schwere der Depression zu diagnostizieren. Denn wer unter gelegentlichen Verstimmungen leidet, ist nicht gleich depressiv. Ein Auf und Ab ist ein natürlicher Bestandteil des Lebens und sollte zu bewältigen sein. Wer jedoch unter regelmäßigen Panikattacken, bis hin zu Zwangsstörungen leidet, der sollte sich ernsthafter mit diesem Thema beschäftigen.

Oftmals treten depressive Verstimmungen nach einem schweren Trauma, Verlust eines geliebten Menschen oder aber nach einem anhaltenden Zustand von Stress auf. Antriebs-, Appetit- und Lustlosigkeit, sowie psychische Niedergeschlagenheit sind erste Anzeichen einer beginnenden Depression. Die Batterien scheinen leer, der Lebensmut ist verflogen und der Schlaf gleicht einem Albtraum.

Es gibt unterschiedliche Formen von Antidepressiva. Sie reichen von leichten Stimmungsaufhellern bis hin zu antriebsstärkenden, antriebsdämpfenden oder aber antriebsneutralen Wirkungen. Dabei spielt die Dosierung der einzelnen Antidepressiva eine entscheidende Rolle. Der Wirkungsbereich der Antidepressiva entfaltet sich oftmals erst nach ein paar Tagen oder Wochen. Begleitet von einer Psycho- oder Verhaltenstherapie können damit deutliche Erfolge auf dem Weg der Ursachenforschung erzielt werden.

Jedoch sollte die Wirkung der Antidepressiva nicht unterschätzt werden. Mit der Einnahme kommen oft auch Nebenwirkungen wie Sehstörungen, Herz-Kreislauf Probleme sowie Herzrythmusstörungen. Auch Langzeitschäden wie Erbgutschäden, so bereits bei Fruchtfliegen festgestellt, sind noch nicht genau erforscht. Wer lieber auf natürliche Antidepressiva zugreifen möchte, der kann mit Johanniskraut sehr gute Ergebnisse erzielen. Johanniskraut ist in jeder Apotheke ohne Rezept erhältlich, dennoch sollte man die Packungsbeilage lesen. Johanniskraut erhellt das Gemüt und wirkt gegen Schlaflosigkeit sowie Appetitmangel und ist schon seit dem Mittelalter bekannt. Ebenso können körperliche Betätigung durch Sport und das regelmäßige Treffen mit Freunden wahre, natürliche Antidepressiva sein. Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit, der man erhöhte Aufmerksamkeit schenken sollte.


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