Was ist Analgesie?

Unter Analgesie versteht man gemeinhein die Aufhebung der Schmerzempfindung.
Die Maßnahmen, die man zur Analgesie zählt, können grob in zwei Kategorien unterschieden werden. Zum einen können die Schmerzen durch die Gabe von Medikamenten ausgeschaltet oder gemindert werden, zum anderen kann die Erregungsleitung der Nerven, die für die Weitergabe des Schmerzreizes an das Gehirn verantwortlich ist, unterbrochen oder verringert werden.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der physikalischen Analgesie. Hierzu zählt das einfache Ruhigstellen des schmerzenden Körperteils, aber auch Akupunktur und Massage, sowie Wärme- und Kältetherapie zählen dazu.

Teilweise wird der Begriff Analgesie synonym zum Begriff der Anästhesie benutzt. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass bei der Anästhesie sämtliche Empfindungen ausgeschaltet werden, während es bei der Analgesie nur um das Ausschalten des Schmerzes geht. Wenn ein Eingriff zum Durchtrennen von Nervenbahnen vorgenommen wird, werden Analgesie und Anästhesie, bzw. Lokalanästhesie, kombiniert.

Wenn man die medikamentöse Analgesie genauer betrachtet, ist vor allen Dingen wichtig, dass es zum einen verschiedene Medikamente gibt, zum anderen diese aber auch unterschiedlich verabreicht werden können.

Die am häufigsten angewandten Medikamente haben neben der analgetischen auch eine antientzündliche Wirkung. Sie werden zur Behandlung von Fieber und leichten bis mittleren Schmerzen verwendet und in der Regel in Tablettenform oral verabreicht. Zur Unterdrückung starker Schmerzen werden potentere Schmerzmittel eingesetzt, die dem Morphintyp zugerechnet werden und die teilweise als potentiell suchtauslösend gelten. Zum Bekämpfen neuropathischer Schmerzen hingegen werden unter anderem auch Medikamente mit antidepressiver Wirkung eingesetzt.
Die sehr potenten Schmerzmittel können nicht nur oral, sondern auch in Form von Spritzen oder Pflastern gegeben werden.

Der Begriff der Analgesie ist gleichzusetzen mit dem Begriff Schmerztherapie.

Eine aktuelle Entwicklung in der Analgesie ist die patientengesteuerte Analgesie, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, bekommen hierbei eine Pumpe eingesetzt, mit der sie die Dosis der erforderlichen Analgetika selbst einstellen und verabreichen können. Der Patient hat somit das Gefühl, einen größeren Einfluß auf seine Beschwerden zu haben und kann in der Konsequenz auch psychisch besser mit der schmerzauslösenden Erkankung umgehen.

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